Passbild ausdrucken: Format, Papier und wofür es sich 2026 noch lohnt
Für Reisepass und Personalausweis bringt ein selbst gedrucktes Passbild seit Mai 2025 nichts mehr. Für Führerschein und Bewerbungsmappe schon — mit 35 × 45 mm, Fotopapier und der Druckeinstellung, an der es meistens scheitert.

Bevor es um Papier und Druckereinstellungen geht, die wichtigste Einschränkung — sie erspart vielen Leuten den ganzen Vorgang.
Für Reisepass, Personalausweis und eAT bringt ein Ausdruck nichts mehr
Seit dem 1. Mai 2025 dürfen Pass-, Personalausweis- und Ausländerbehörden Lichtbilder für diese Dokumente nur noch digital übermittelt annehmen. Das Foto kommt entweder direkt aus dem Fototerminal im Amt oder von einem zertifizierten Fotografen, der es verschlüsselt an die Behörde schickt. Ein selbst gedrucktes Passbild wird dort nicht mehr entgegengenommen — auch dann nicht, wenn es technisch einwandfrei ist.
Wer also gerade einen neuen Reisepass oder Personalausweis beantragt: Das Drucken können Sie sich sparen.
Wofür sich der Ausdruck weiterhin lohnt
- Führerschein. Der Führerschein wird nach der Fahrerlaubnis-Verordnung ausgestellt, und dort ist kein digitales Übermittlungsverfahren vorgesehen. Die Fahrerlaubnisbehörden verlangen deshalb weiterhin ein gedrucktes biometrisches Lichtbild. Eine Einschränkung ist ehrlicherweise nötig: Das wird kommunal unterschiedlich gehandhabt, einige Behörden akzeptieren inzwischen einen Upload. Ein Blick auf die Seite Ihres Landkreises oder Ihrer Stadt vor dem Termin spart einen zweiten Weg.
- Bewerbungsmappe. Wenn Sie tatsächlich auf Papier bewerben, gehört ein gedrucktes Bewerbungsfoto dazu.
- Visumanträge anderer Länder. Viele Botschaften und Konsulate wollen nach wie vor ein aufgeklebtes oder beigelegtes Papierfoto.
- Vereins-, Betriebs- und Studierendenausweise, Anmeldungen bei Sportverbänden, Musikschulen und Ähnliches.
Das Format: 35 × 45 mm auf einem 10 × 15-cm-Abzug
Das biometrische Passbild misst 35 mm breit und 45 mm hoch. Auf einen normalen 10 × 15-cm-Fotoabzug passen davon acht Stück nebeneinander — und genau darin liegt der praktische Vorteil: Ein 10 × 15-Abzug am Drogerie-Terminal kostet einen Bruchteil dessen, was ein Passbildautomat für vier Bilder nimmt.
Der Passbild-Zuschnitt für 35 × 45 mm legt genau so eine Druckvorlage an: acht Bilder mit Schnittlinien auf einem 10 × 15-cm-Blatt, in 300 dpi. Für die Bewerbung gibt es dieselbe Vorlage in 45 × 60 mm, dem in Deutschland üblichen Bewerbungsfoto-Format.
Druckereinstellungen — hier geht es meistens schief
Ein Passbild, das 33 statt 35 mm breit ist, wird beanstandet. Fast immer liegt das an einer einzigen Einstellung:
- Skalierung auf 100 % beziehungsweise „Tatsächliche Größe“. Nicht „An Seite anpassen“, nicht „Seitengröße anpassen“, nicht „Passend skalieren“. Diese Optionen sind in fast allen Druckdialogen voreingestellt und verkleinern die Vorlage um wenige Prozent — genug, um das Format zu verfehlen.
- Randlos drucken, wenn Sie auf 10 × 15-Fotopapier drucken. Sonst rutscht das Motiv nach innen.
- Fotopapier, nicht Normalpapier. Mindestens 180 g/m², matt oder glänzend. Auf Kopierpapier zerläuft die Tinte, und das Ergebnis ist an der Oberfläche sofort als Ausdruck erkennbar.
- Druckqualität auf „Hoch“ oder „Foto“. Der Sparmodus setzt sichtbare Raster in die Hautpartien.
Danach nachmessen. Ein Lineal an das gedruckte Bild: 35 mm breit, 45 mm hoch. Weicht es ab, war die Skalierung aktiv.
Zu Hause drucken oder am Terminal?
Beides funktioniert. Zu Hause haben Sie es sofort, brauchen aber Fotopapier und einen Drucker, der Fotos vernünftig ausgibt — Laserdrucker sind dafür schlechter geeignet als Tintenstrahler. Am Terminal in Drogerie- oder Elektromärkten bekommen Sie einen echten Fotoabzug auf Fotopapier, meist für wenige Cent, dafür mit Wartezeit oder Abholung.
Für das Terminal laden Sie die fertige 10 × 15-Vorlage als JPG hoch. Falls die Datei zu groß ist oder das Terminal sie nicht annimmt, hilft Bild auf 1 MB verkleinern. iPhone-Fotos liegen außerdem oft als HEIC vor, was viele Terminals ablehnen — dafür gibt es HEIC in JPG umwandeln.
Und was gilt stattdessen für den Reisepass?
Zwei Wege. Entweder Sie lassen das Bild direkt im Bürgeramt am dortigen Fototerminal aufnehmen — dann liegt es der Sachbearbeitung sofort vor. Oder Sie gehen zu einem Fotografen beziehungsweise an ein Terminal in einer Drogerie, das an das Verfahren angeschlossen ist: Dort wird das Bild verschlüsselt an die Behörde übertragen, und Sie bekommen einen Code auf einem Beleg, den Sie zum Termin mitbringen. Der Code ist begrenzt gültig, häufig sechs Monate — das Bild also nicht Monate im Voraus machen lassen.
Selbst aufgenommene Bilder und Passbild-Apps sind für diese drei Dokumente damit ausgeschlossen. Nicht, weil sie technisch schlechter wären, sondern weil der Übertragungsweg vorgeschrieben ist.
Bewerbungsfoto: drucken oder kleben?
Die Frage stellt sich seltener als früher, weil die meisten Bewerbungen als PDF verschickt werden — dort wird das Foto ins Layout gesetzt, nicht geklebt. Bei einer Papiermappe gilt: Das Foto wird auf das Deckblatt oder den Lebenslauf geklebt, sauber mit Fotokleber oder Fotoecken, und der Name gehört auf die Rückseite, falls es sich löst. Ein direkt mit ausgedrucktes Foto im Lebenslauf ist ebenfalls üblich und deutlich haltbarer.
Was Sie nicht tun sollten
Das Bild vor dem Druck nachbearbeiten. Hintergrund austauschen, Haut glätten, Gesichtszüge korrigieren — bei amtlichen Lichtbildern führt das zur Ablehnung, und Behörden achten seit der Umstellung auf digitale Bilder gezielt darauf. Zuschneiden, drehen und die Dateigröße anpassen sind unproblematisch; alles, was das Gesicht verändert, ist es nicht. Ob Ihr Bild die formalen Kriterien erfüllt, können Sie vorab mit der Passbild-Prüfung ansehen — sie prüft Maße, Hintergrund und Schärfe im Browser, ohne dass die Datei irgendwohin hochgeladen wird.