Bewerbungsfoto: Größe in cm, Pixel und im Lebenslauf
45 × 60 mm ist die übliche Größe, digital 531 × 709 Pixel. Vorgeschrieben ist davon nichts — anders als beim Passbild. Was wirklich zählt, sind Seitenverhältnis, Auflösung und die Dateigröße im Bewerbungs-PDF.
Die kurze Antwort: 45 × 60 mm, also 4,5 × 6 cm. Digital entspricht das bei 300 dpi 531 × 709 Pixeln.
Die längere Antwort ist wichtiger: vorgeschrieben ist das nicht. Für ein Bewerbungsfoto gibt es keine amtliche Regel, keine Norm und keine Behörde, die es prüft. 45 × 60 mm hat sich durchgesetzt, weil Fotostudios es so anbieten und weil das Hochformat gut neben den Lebenslauf passt. Mehr steckt nicht dahinter.
Das unterscheidet das Bewerbungsfoto grundlegend vom biometrischen Passbild, bei dem 35 × 45 mm, Hintergrund, Kopfhöhe und Gesichtsausdruck tatsächlich festgelegt sind und ein Foto abgelehnt werden kann.
Die gängigen Formate
| Format | Wofür |
|---|---|
| 45 × 60 mm | Der Standard. Passt in jede Bewerbungsmappe und neben jeden Lebenslauf. |
| 40 × 60 mm | Etwas schmaler, wirkt in engen Layouts ruhiger. |
| 50 × 70 mm | Für ein Deckblatt, auf dem das Foto die Hauptrolle spielt. |
Alle drei sind üblich, keines ist falsch. Entscheidend ist das Seitenverhältnis 3:4 im Hochformat. Ein quer liegendes oder quadratisches Bild fällt sofort auf, weil es in kein Layout passt, das Personaler gewohnt sind.
Zuschneiden lässt sich das Foto direkt im Browser: Bewerbungsfoto auf 45 × 60 mm zuschneiden. Das Bild wird dabei nicht hochgeladen, sondern nur auf Ihrem eigenen Gerät verarbeitet.
Größe in Pixeln: was wirklich reicht
Beim Rechnen von Millimetern in Pixel hängt alles an der Auflösung:
- 300 dpi → 531 × 709 px. Das ist Druckqualität und der richtige Wert für eine gedruckte Mappe.
- 150 dpi → 266 × 354 px. Reicht für eine reine Online-Bewerbung, sieht auf einem guten Bildschirm aber schon weicher aus.
- 72 dpi → 128 × 170 px. Zu wenig. So ein Bild wirkt im PDF unscharf.
Mehr als 300 dpi bringt nichts. Ein Foto mit 4000 × 5300 Pixeln im Lebenslauf wird nicht schärfer angezeigt, es macht das PDF nur um mehrere Megabyte schwerer — und genau daran scheitern Bewerbungen an Upload-Grenzen.
Dateigröße: das eigentliche Problem bei Online-Bewerbungen
Die meisten Bewerbungsportale nehmen insgesamt 5 bis 10 MB an, manche nur 2 MB. In dieses Budget müssen Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse und Foto zusammen passen.
Für das Foto allein sind 100 bis 300 KB völlig ausreichend. Ein Bild direkt aus der Handykamera bringt dagegen leicht 4 bis 6 MB mit und frisst das gesamte Kontingent auf. Verkleinern Sie es deshalb, bevor Sie es in den Lebenslauf einsetzen: Bild auf 300 KB verkleinern oder auf 100 KB.
Ein zweiter Stolperstein bei iPhone-Fotos: Sie liegen meist im Format HEIC vor, und viele Bewerbungsportale und Word-Versionen können damit nichts anfangen. Vorher HEIC in JPG umwandeln erspart die Fehlermeldung beim Hochladen.
Foto im Lebenslauf: Platzierung und Breite
Üblich ist das Foto oben rechts auf der ersten Seite des Lebenslaufs, auf Höhe des Namens. Im Layout sollte es etwa 3,5 bis 4,5 cm breit sein — größer wirkt es schnell, als stünde das Bild im Mittelpunkt und nicht der Werdegang.
Ein Deckblatt ist optional und heute eher selten. Wenn Sie eines verwenden, gehört das Foto dorthin und nicht zusätzlich noch einmal in den Lebenslauf.
Wichtig beim Einfügen in Word: Bild einbetten, nicht verknüpfen. Ein verknüpftes Bild ist im fertigen PDF unter Umständen gar nicht vorhanden. Wenn Sie am Ende mehrere Seiten zu einer Datei zusammenführen müssen, geht das mit JPG in PDF umwandeln und PDF zusammenfügen.
Muss überhaupt ein Foto in die Bewerbung?
Nein. Seit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz von 2006 ist das Bewerbungsfoto freiwillig, und ein Unternehmen darf es nicht verlangen. Im öffentlichen Dienst und bei größeren Konzernen wird zunehmend bewusst darauf verzichtet, teils sogar ausdrücklich darum gebeten.
In der Praxis ist es in Deutschland trotzdem weiterhin üblich, und viele Personaler erwarten es. Beides stimmt gleichzeitig: Sie müssen nicht, und es fällt auf, wenn Sie nicht. Steht in der Stellenanzeige ausdrücklich „ohne Foto“, halten Sie sich daran.
Was beim Bewerbungsfoto freier ist als beim Passbild
- Hintergrund: frei wählbar, solange er ruhig und einfarbig ist. Grau, helles Blau oder Weiß sind üblich.
- Gesichtsausdruck: ein freundliches Lächeln ist erwünscht — beim biometrischen Passbild wäre es ein Ablehnungsgrund.
- Bildausschnitt: Kopf und Schultern, gern auch etwas mehr Oberkörper. Feste Kopfhöhen wie beim Passbild gibt es nicht.
- Kleidung: so, wie Sie zum Vorstellungsgespräch in dieser Branche erscheinen würden.
FileFits schneidet und verkleinert Ihr Foto — retuschiert wird nichts. Das ist beim Bewerbungsfoto eine Stilfrage, beim amtlichen Passbild dagegen ein harter Ablehnungsgrund, und wir behandeln beides gleich.